Nordkorea

Trump spuckt aggressive Töne und spricht von „Fire and Fury“ – Grund der Aufregung: Nordkoreas Raketenprogramm und die Ahnung, dass sie Amerika erreichen könnten. Auf der anderen Seite ein Nordkorea, wo Kim Jong-Un davon spricht, Guam zu beschießen. Wie auch immer die Sache ausgeht – man ahnt bereits, dass die Welt einem Typen wie Trump in dieser Situation nicht eben Vernunft und Takt unterstellt.

Generell würde man der gesamten Trump-Administration unterstellen, dass sie nicht eben die Weltlage im Blick haben – immerhin ist man ja auch für ein Programm angetreten, dass Amerika an erster Stelle sieht und dann lange nichts. In dieser Administration sitzen aber nun Leute, die aus dem Bankensektor kommen (vorzugsweise Goldman Sachs) oder lange die Geschicke von Exxon Mobil gelenkt haben – und generell ist das Einzige, was Trump (außer Golf spielen) bisher eifrig betreibt, das Durchpeitschen einer Agenda, die man als äußerst unternehmensfreundlich bezeichnen könnte.

Augenfälligstes Detail: Die Personal-Auswahl für die Umweltbehörde und das Zusammenstreichen der Regelungen – all die Versuche, den globalen Klimawandel zu ignorieren oder abzutun.

Ein kleiner Krieg könnte da ganz enorm helfen – da halten dann ja wieder alle so hübsch zusammen und man kann die Krisenstimmung nutzen, um harte Maßnahmen durchzusetzen. Und so nebenbei würde sicher der Ölpreis steigen – freut dann auch die ehemaligen Kollegen bei Exxon Mobil ganz ungemein.

Bisher hat die Administration in den USA eines bewiesen: Der Durchschnittsbürger ist scheißegal – oder maximal Stimmvieh – die Entscheidungen und Fakten fallen zugunsten des 1% aus, die sich ins Fäustchen lachen. Immerhin ist es doch großartig, dass so viel Stimmvieh sich gefunden hat, dass man den Abbau der Demokratie unter dem Deckmantel demokratischer Legitimität betreiben kann.

Der Twitter-Präsident, der Ansagen an Nordkorea in Krisensituationen auch schon mal improvisiert – das ist die Person, von der die Amerikaner glauben, dass er irgendetwas in irgendeiner Weise wieder „great“ machen kann. Sollte es in und um Nordkorea knallen – ich wünschte mir, dass all die Trump-Anhänger, die Waffen schwenken und sich ganz toll martialisch geben, dann als erste ins Feuer geschickt werden.

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